Update vom 18. Juni 2016


Lieber Helferkreis,

in den letzten Tagen haben wir – wie berichtet – noch einmal Zuwachs bekommen:
Eine fünf-köpfige Familie aus dem Libanon, Näheres dazu hier.
Gestern haben sie die frohe Botschaft bekommen, dass der Vater, der bis jetzt in Leipzig gemeldet war, nun doch nach Wörthsee umziehen darf. Dafür habe ich aber auch den Behörden ziemlichen Druck machen müssen. Die fünf sind überglücklich in ihrer Wohnung im ersten Stock des Alten Rathauses. Die Familie hat mit Sophie von Lüninck auch schon eine Patin gefunden und wird bestens betreut. Die beiden älteren Kinder haben ab kommendem Montag im nahen BRK-Kindergarten schon einen Platz bekommen. Sorgen macht mir jetzt nur noch die steile Treppe zur Wohnung. Dort wurden sowohl der Teppich als auch das Geländer an der Wandseite entfernt. Die Stufen sind rutschig und es gibt keine Möglichkeit, sich festzuhalten – hoffentlich bekommen wir auch das bald in den Griff.

Und gestern zog noch eine Familie aus Nigeria ins Alte Rathaus (Bericht hier). Sie wohnen nun in der Tiefparterre-Wohnung. Die Mutter bekommt ebenfalls wie Enas in ca. zwei Wochen eine weitere Tochter. Für diese Familie suche ich noch einen Paten/eine Patin.

Eine nicht nachvollziehbare Entscheidung des BAMF haben zwei unserer Syrer in Etterschlag zu spüren bekommen: Die Brüder Nareg und Masis haben unterschiedliche BAMF Bescheide bekommen, d.h. einer wurde als Flüchtling anerkannt, der andere nicht. Hier bleibt nichts anderes übrig, als Klage zu erheben. Beide Brüder wollten eigentlich zu ihrem dritten Bruder nach Waldkraiburg ziehen, was jetzt nicht möglich ist. Bei subsidiärem Schutz gibt es eine Wohnsitzbeschränkung, in diesem Fall muss Nareg im Landkreis Starnberg bleiben.

Und nun zu unseren „alten“ Schützlingen:
Die 2-jährigen Mädchen Ella und Beyonce haben ab September einen Krippenplatz erhalten. Gestern haben sich die Eltern mit den beiden Töchtern dort vorgestellt und alle waren restlos begeistert (siehe Beitragsfoto).

Unsere Kommunikationsplattform Slack wird mittlerweile gut angenommen, sodass wir in der Arbeit zügig weiterkommen. Insbesondere die DaF-Gruppe läuft bestens und alle Asylbewerber werden mit Deutsch-Kursen versorgt.

Falls ich auf Mails oder Anrufe auf der Mailbox nicht sofort antworte, dann bitte ich um Nachsicht. Ich sitze oft stundenlang in der Ausländerbehörde, weil man dort keine kurzfristigen Termine vereinbaren kann. Termine sind erst ab Oktober/November zu vereinbaren. Dies bedeutet für die Helfer, dass man um 6.30 Uhr morgens vor dem Landratsamt auf Einlass warten muss. Man steht in einer Warteschlange und muss sich bei der Security in eine Liste eintragen. Wenn man Pech hat, ist man zu spät und darf gleich wieder gehen, um sich am nächsten Tag erneut anzustellen. Das LRA arbeitet an diesem Missstand laut Landrat Karl Roth anlässlich der Sitzung des Ausländerbeirates. Die Asylhelfer sind frustriert und genervt. Wenn zudem eine Unterlage fehlt, kann man dann nach 5 Stunden Wartezeit unverrichteter Dinge gehen; ist mir passiert – es war nicht mein Fehler und auch nicht des Asylbewerbers. Ich hoffe auf bessere Zeiten im LRA …

Das war es für heute
Eure Elli Unverdross

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